50 Shades of Green: Woran erkennst du nachhaltige Investments?

Bist du auch überzeugt, dass dein Geld mehr kann? Nicht nur im Hinblick auf Rendite und Wertzuwachs, sondern auch für Klimaschutz, gesellschaftliche Gerechtigkeit, Bildung oder Wasserversorgung?

Damit bist du nicht allein, denn immer mehr Anlegerinnen wollen ihr Geld ethisch anlegen und nicht in Firmen, die Kriegsgeräte bauen oder Kinderarbeit nutzen. Denn die eigene Geldanlage soll schon Rendite bringen, aber bitte nicht auf Kosten anderer.

Mit dem Inhaltsverzeichnis kannst du direkt zum gewünschten Punkt springen.

Das erwartet dich

Was ist eigentlich nachhaltig?

Der Begriff “nachhaltig” kommt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und bedeutet nichts anderes als „von der Substanz zu leben“, also dass nur z. B. so viel Holz geschlagen werden kann, wie auch nachwächst.

Die Definition für nachhaltige Investments wurde inzwischen etwas weiter gefasst und bezieht sich nun allgemein auf die 3 Bereiche

🌱 Ökologie – also den Kreislauf der Natur, in dem Ressourcen zyklisch verwendet und wieder verwendet werden

🌱 Ökonomie – auch nachhaltige Unternehmen und Produkte müssen wirtschaftlich tragbar sein 

🌱 Soziales – und damit ein respektvolles und faires Miteinander, die Einhaltung von Arbeitsgesetzen und Menschenrechten

Alle drei greifen ineinander und bilden die neue Idee der Nachhaltigkeit.

Bezogen auf Investitionen lässt sich sagen, dass hier zum einen nicht in Geldanlagen investiert wird, die in Bereichen wie Waffen, Glücksspiel, Energieerzeugung aus Kohle, Chemie etc. tätig sind. Zum anderen werden Unternehmen ins Portfolio aufgenommen, die bei ökologischer oder sozialer Nachhaltigkeit führend sind, z. B.

  • sich verpflichtet haben, ihren CO2-Fußabdruck zu verringern, CO2-neutral oder sogar positiv zu werden,
  • keine Kinderarbeit nutzen,
  • erneuerbare Energien produzieren,
  • erschwinglichen Wohnraum zur Verfügung stellen.

Du entscheidest selbst, welches Maß an Nachhaltigkeit du ansetzt. Als Hilfestellung wurden von Ratingagenturen die ESG-Kriterien entwickelt:


In aller Munde: Die ESG-Kriterien

Sie sind mittlerweile Haupterkennungsmerkmal nachhaltiger Geldanlagen. ESG steht für “Environmental, Social and Governance” – also Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung.

🌱 E für Environmental: Hier geht es um die Auswirkungen auf die Umwelt, die die Produkte des jeweiligen Unternehmens haben. Es wird berücksichtigt, wie Rohstoffe und Energie eingesetzt werden und welcher Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.

🌱 S für Social: Wie geht das Unternehmen mit seinen Mitarbeitenden um, insbesondere im Hinblick auf Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, oder auch die Wahl der Lieferanten, ob diese sich ebenfalls an die Bestimmungen halten und nicht z.B. in Fernost mit Kinderarbeit produzieren lassen.

🌱 G für Governance: Das steht für die Unternehmensführung, also wie stellt das Unternehmen sicher, dass es keine Korruption gibt bzw. hart geahndet wird oder wird auch mal auf kurzfristige Gewinne verzichtet, um langfristiger erfolgreich zu sein.

Unabhängig von diesen Kriterien sind börsennotierte Unternehmen seit 2017 dazu verpflichtet, regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte zu veröffentlichen. Du findest diese im Jahresabschluss und dort im Bilanzanhang, dem sogenannten Lagebericht.

Rating-Agenturen wie Standard & Poor´s oder MSCI übernehmen dann die Prüfung der ESG-Kriterien.

Morgen geht es weiter mit einem Beitrag zum Thema “Vor(ur)teile und Performance”

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