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Wie Dagobert Duck – 5 Möglichkeiten in das Edelmetall Gold zu investieren

Der Goldpreis stieg und stieg in diesem Jahr. Ein Ende war lange Zeit nicht in Sicht. Seit Juli hat das aber nun ein Ende. Viele Anleger haben Gewinne mitgenommen und andere suchen nach Möglichkeiten bei einem erneuten Anstieg des Goldpreises zu profitieren. Wusstet ihr eigentlich, dass es zahlreiche Wege gibt in Gold zu investieren?

Bei dem Wort „Gold“ denken die meisten ganz gewiss zuerst an Barren, die man wunderbar gestapelt zu Hause sicher verwahrt bzw. in einem kostenpflichtigen Bankschließfach deponiert. Es gibt aber auch noch zahlreiche andere Wege, die weniger Aufwand bedeuten und mindestens genauso gewinnbringend wie ein Goldbarren sind.

Man sollte auf jeden Fall wissen wie man bei einer guten Gelegenheit sein Portfolio erweitern und Edelmetalle zur besseren Diversifikation hinzufügen kann. Zumindest ist es meiner Meinung nach wichtig sich mit dem Thema auseinandersetzen und für sich und seine Anlagestrategie zu entscheiden, ob es sinnvoll ist einzusteigen oder nicht.

Daher möchte ich euch 5 Wege zeigen wie ihr ein Golddigger bzw. Goldbesitzer werden könnt. Denn selber nach Gold zu graben erscheint mir in Deutschland doch etwas schwierig (wobei es ja da doch auch das eine oder andere Plätzchen geben soll).

Goldbarren

Ihr könnt ganz oldschool und klassisch in physisches Gold investieren. Gold könnt ihr bei den meisten Banken oder Goldhändlern wie dem Goldkontor oder Degussa kaufen. Käufe unter 2.000 € sind nicht meldepflichtig, darüber hinaus wird euer Kauf registriert. Achtung! Vor 2020 galt eine Obergrenze von 1.999,99 €. Ob es derzeit sinnvoll ist in physisches Gold zu investieren? Eher nicht. Der Goldpreis ist ziemlich hoch: 1 Unze Gold = ca. 1.500 €.

Keine Sorge, ihr müsste aber nicht etwa so viel Geld in die Hand nehmen. Gold könnt ihr bereits in kleinen Grammzahlen ab 1 g (ab ca. 55,00 €) kaufen.

Seriöse Edelmetallhäuser mit Onlineshop und Filialen sind:

Goldmünzen

Bei Goldmünzen muss man zwischen zwei Varianten unterscheiden: der standardisierten „Anlagemünze“ und der „Sammlermünze“. Beide können preislich deutlich über dem Materialwert des Goldes liegen. Sammlermünzen besitzen zusätzlich auch noch eine spekulative Komponente, denn ihr Verkaufserlös hängt von der Seltenheit und Beliebtheit unter den Münzsammlern ab. Sprich: Nur weil ihr eine Sammlermünze besitzt, muss diese nicht gleich besonders wertvoll sein.

Wenn ihr euch in der Materie also nicht auskennt, aber trotzdem Münzen in euer Portfolio mit aufnehmen wollt, dann empfiehlt die Stiftung Warentest gängige Anlagemünzen zu kaufen, z. B.:

ETC

Wer sich keine Goldbarren oder Münzen zulegen will, der ist mit einem ETC gut beraten. Hier sind z. B. Xetra Gold, Invesco Physical Gold oder Euwax Gold II eine gute Alternative. Sie werden steuerlich wie physisches Gold behandelt. Das bedeutet, dass die Gewinne aus diesen ETCs nach nur einem Jahr Haltefrist steuerfrei sind. Beim Kauf müsst ihr lediglich darauf achten, dass hier auch wirklich physisches Gold hinterlegt ist, denn nur dann werden sie steuerlich gleichbehandelt.

Je nach Depotbank könnt ihr euch das XETRA Gold an die eigene Hausbank ausliefern lassen. So habt ihr im Prinzip einen vollständigen Replizierer, dessen Basis auch wirklich auf realen Werten gründet. Aber Achtung, beim Xetra Gold zahlt ihr ein geringes Verwahrentgelt pro Monat.

Goldminen-Aktien

Wunderbar! Es gibt einfach für alles eine Aktie! Bei den Goldproduzenten sprudeln derzeit die Gewinne. Das eröffnet wunderbare Chancen für risikobereite Anleger, die wissen wie man die Nerven behält. Die Konstellation aus niedrigen Kosten und hohem Goldpreis sorgt für eine üppige Gewinnmarge. Somit wird also der hohe Cashflow für satte Dividenden sorgen. Daran dürfte sich auch in der nächsten Zeit nichts ändern. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein, oder? Die Sache hat aber einen Haken: Goldminen-Aktien sind sehr volatil und bewegen sich gehebelt zum Goldpreis. Das bedeutet, dass sich eine Senkung des Goldpreises sehr viel schneller negativ auf die Aktien auswirkt als üblich. Wer sich dazu näher informieren möchte, kann sich z. B. mal die Super-Pit-Goldmine in Westaustralien ansehen.

Schmuck

Erst den Schmuck tragen und wenn er nicht mehr gefällt gewinnbringend veräußern. Super Sache!

Aaaaaber: Der Wert von Gold hängt entscheidend von der Qualität ab. Für Edelmetallhändler zählt beim Verkauf nur der reine Goldpreis. Wer seinen Schmuck verkaufen möchte, bekommt nur den Materialwert. Wer aber Schmuck neu kauft, bezahlt eben neben dem reinen Goldpreis auch einen Aufpreis für die Bearbeitung und Erstellung des Schmuckstücks. Üppige Gewinne sind damit also nicht unbedingt realisierbar.

Fazit

Ich persönlich würde mich für einen ETC auf Gold entscheiden. Die Möglichkeit, sich das Gold auch physisch auszahlen zu lassen, finde ich sehr reizvoll. Zugegeben, mit den Goldminen-Aktien könnte man in kürzester Zeit sicherlich einen sehr guten Gewinn mitnehmen, hier sollte man aber auf jeden Fall wissen, was man tut. Von einem Invest in Schmuck rate ich ab. Vor allem dann, wenn es sich um aufwändig bearbeiteten Schmuck mit Edelsteinen etc. handelt. Ihr würdet am Ende enttäuscht sein, wenn ihr beim Verkauf nicht mal mehr den Kaufpreis erhaltet. Goldbarren sind auch eine tolle Sache, aber bedenkt immer, dass ihr diese auch lagern müsst. Ich persönlich könnte nicht ruhig schlafen, wenn ich wüsste, dass „mein Schatz“ irgendwo bei mir Zuhause rumliegt. Ein Bankschließfach verursacht über Jahrzehnte enorme Kosten. Die Zusatzkosten könnte ich ebenso in das monatliche Verwahrentgelt meines ETCs stecken. 

Gold hat, außer bereits den genannten Vorteilen, noch einen Aspekt, der es für mich sehr spannend macht: Es ist greifbar. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Eine Münze kann man anfassen und auch das Konzept als Edelmetall, Tauschmittel oder Währung leuchtet jedem ein. Ganz anders als z. B.  Finanzprodukte wie Derivate oder Zertifikate.

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