Das wichtigste Wissen rund um Aktien für Anfänger und Fortgeschrittene teile ich mit euch auf meinem Blog. Traut euch, es ist nicht so schwert wie ihr denkt

Investieren in Aktien

Wie der Name des Blogs schon sagt, ich fokussiere mich bei meinem Vermögensaufbau auf Aktie.
Die Vorteile liegen für mich klar auf der Hand und sie sind kein Hexenwerk wie es oftmals gesagt wird!

Aktie – na klar weiß ich, was das ist, oder?

Eine Aktie ist ein Teil an einem Unternehmen, die als Aktiengesellschaft (AG) firmieren. Andere Unternehmensformen wären z. B. die bekannte Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder die Kommanditgesellschaft (KG). Wer z. B. eine Facebook-Aktie besitzt, besitzt somit also gleichzeitig einen Teil dieser Firma. Sind z. B. 100.000 Aktien im Umlauf und ihr habt davon 10 Stück, dann gehört euch ein Zehntausendstel dieses Unternehmens.

 

Aktiengesellschaften Ja, Börse Nein

Euch sind aber auch bestimmt schon Aktiengesellschaften untergekommen, die zwar die Firmierung „AG“ tragen, aber deren Aktien an der Börse nicht handelbar sind, z. B. die Deutsche Bahn AG. Das betrifft vor allem Familienunternehmen, die über private Verkäufe, Schenkungen oder Vererbungen die Anteile am Unternehmen im „kleinen Kreis“ halten wollen.

 

Von der Papierurkunde zum digitalen Datensatz

Früher waren Aktien noch Urkunden in Papierform, so dass der Investor im besten Fall auch etwas in der Hand halten bzw. in seinen Tresor legen konnte. Heute tauchen diese Papiere (Effekten genannt) zumeist nur noch als Sammlerstücke auf. In Zeiten der globalen Digitalisierung haben wir als Investoren nichts mehr in der Hand, aber dafür auf unserem Online-Depot. Beim Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren erfolgt lediglich eine Umbuchung von einem Depot zum anderen. Das dauert nur ein paar Sekunden und wir bekommen es gar nicht mit.

 

Namensaktie, Inhaberaktie oder gar vinkulierte Namensaktie?

Jetzt wird es aber kompliziert! Nein nicht wirklich. Als Anleger muss man sich darum eigentlich keine großartigen Gedanken machen, aber schön ist es trotzdem mit seinem Finanzwissen anzugeben, daher hier eine kurze Zusammenfassung über diese drei verschiedenen Aktienformen:

Namensaktie: Diese Aktien können grundsätzlich frei gehandelt werden, aber Name, Geburtsdatum und Adresse des Aktionärs sind im Aktienregister der AG eingetragen. Das ermöglicht der AG einen besseren Überblick über ihre Aktionäre, als bei der anonymen Inhaberaktie. Das ist für Unternehmen natürlich nicht nur aufgrund der immer mehr an Bedeutung gewinnenden Investor Relations wichtig, sondern auch um Missbrauch entgegen zu wirken. Wenn z. B. im Aktionärsbuch ein einzelner Name immer häufiger auftaucht, kann das entweder ein Fan des Unternehmens sein oder aber diese Person plant eine Übernahme des Unternehmens. Die Namensaktien sind meistens teurer als die gleich folgenden Inhaberaktien, das hier natürlich auch ein Mehraufwand entsteht.

Inhaberaktie: die klassische Aktienform, die wir kennen und lieben! Sie können ohne jede Einschränkung gehandelt und formlos übertragen werden. Der Kontakt zwischen der AG und dem Aktionär ist anonym (entgegen der bereits erwähnten Namensaktie). 

Vinkulierte Namensaktie: Fast schon prähistorisch ist diese Aktienform. Klingt ja auch ziemlich sperrig! „Vinculum“ ist lateinisch und bedeutet „Fessel“, also eine „gefesselte Namensaktie“. Klingt als nicht nur sperrig, sondern auch gefährlich! Wenn das Unternehmen keinen Bock auf unerwünschte Aktien hat, dann wird eben diese Aktienform ausgegeben. So passiert z. B. bei der Lufthansa, die von Gesetzes wegen diese Aktienart ausgeben musste. Durch vinkulierte Aktien besitzt die Gesellschaft also die Option, unerwünschte Aktionäre fernzuhalten.

 

Stammaktie vs. Vorzugsaktie

Von diesen beiden Aktienformen habt ihr gewiss auch schon mal was gehört. Die Stammaktie ist die ganz gewöhnliche Ausgabeform der Wertpapiere, hingegen die Vorzugsaktie, wie der Name schon sagt, so einige Vorzüge bzw. -rechte genießt. Diese Aktien werden bei der Dividendenausschüttung zuerst bedient und die Dividende fällt auch höher aus, als die der Stammaktie. Und auch in schlechten Zeiten, also wenn es dem Unternehmen mal nicht so gut geht, haben die Inhaber von Vorzugsaktien das Recht, ihre Ansprüche auf Dividenden geltend zu machen.

Es gibt aber nicht nur Vorteile der Vorzugsaktien: Die Inhaber haben auf der Hauptversammlung kein Stimmrecht – das kann im schlimmsten Fall zu deutlichen finanziellen Nachteilen führen.

 

Schon gewusst: Der Aktien-Sparplan

Und übrigens: Ihr könnt euch einen Sparplan auf Einzelaktien anlegen. Viele Anleger glauben noch immer, dass das nur bei ETFs möglich ist. Aber die allermeisten Broker, z. B. comdirect oder Consors Bank bieten auch monatliche Sparpläne auf die gewünschten Aktien an. Der Vorteil: Ihr könnt euch auch besonders teure Aktien wie Amazon (1 Aktie ca. 1.600 €) besparen. Was vielleicht vorher bei diesem Preis nicht in Frage kommt, kann ganz bequem über mehrere Monate seine Favoriten ins Depot holen. Das geht bereits ab 25 € pro Plan.

 

Vorteile Aktien

  • Profitieren durch Kurssteigerungen und Dividendenzahlungen
  • Riesige Auswahl an verschiedenen Aktientiteln
  • Starke Kursschwankungen versprechen große Gewinne (sowohl auf kurze, als auch lange Sicht)
  • Direktes Investieren in beliebten Unternehmen möglich
  • Deutlich höhere Rendite, als auch festverzinslichte Produkte
  • Aktionäre besitzen Stimmrecht auf der Hauptversammlung
  • Flexibles agieren möglich (jederzeit kaufen und verkaufen)
  • Für jeden Anleger die passende Strategie, egal ob kurz- oder langfristig

 

Nachteile Aktien

  • Risiko besteht immer (bis zum Totalverlust)
  • Keine festen Renditen (z. B. wie beim Tagesgeldkonto)
  • Auf Kapitalerträge durch Aktien müssen Steuern gezahlt werden