Aktien für Frauen - Investieren in Gold, Silber, Erdgas, Platin, Erdoel und andere Rohstoffe

Investieren in Rohstoffe

Egal ob Gold, Zink, Erdgas oder Kaffee – es gibt unzählige Rohstoffe, in die ihr investieren könnt. 
Bei meinen Betrachtungen möchte ich mich aber auf DEN Rohstoff schlechthin, nämlich Gold beschränken.

Marilyn Monroe sang bereits 1949 „Diamonds are a girl’s best friend” und recht hatte sie! Egal ob Gold, Silber, Diamanten oder was auch immer. Rohstoffe im Portfolio sind heiß diskutiert. Es gibt zahlreiche Vorteile, aber auch ebenso viele Nachteile dieser Anlageklasse.

Welche vier Rohstoffklassen gibt es?

  1.  Edelmetalle (Gold, Silber, Platin, etc.)
  2.  Industriemetalle (Kuper, Rhodium, Aluminium, etc.)
  3.  Erdöle und Erdgase
  4.  Agrar-Rohstoffe (Kaffee, Zucker, Baumwolle, etc.)

Ich möchte mich hier hauptsächlich nur auf Gold beziehen, da dies der gängige Rohstoff ist und alle anderen auch den Rahmen sprengen würden.

Wo kaufe ich Gold?

Gold könnt ihr bei den meisten Banken oder Goldhändlern wie dem Goldkontor oder Degussa kaufen. Käufe unter 2.000 € sind nicht meldepflichtig, darüber hinaus wird euer Kauf registriert. Achtung! Vor 2020 galt eine Obergrenze von 1.999,99 €.

Diese Summe lässt sich aber einfach durch einen Kauf über mehrere Tranchen umgehen. Es gibt mittlerweile auch Onlinehändler, über die ihr Gold kaufen könnt. Macht zuvor aber unbedingt einen Preisvergleich über www.gold.de. Ich kann nur dringend davon abraten Gold im Urlaub oder auf Verkaufspartys zu kaufen, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dabei über den Tisch gezogen werdet, ist enorm hoch.

Seriöse Edelmetallhäuser mit Onlineshop und Filialen sind:
  • Anlagegold24
  • DEGUSSA Goldhandel GmbH
  • philoro EDELMETALLE GmbH
  • pro aurum GmbH

Wie lagere ich Gold?

Bei euch zu Hause ist es am sichersten in einem Tresor verwahrt. Wollt ihr das Gold aber nicht daheim haben, dann ist es ratsam ein anonymes Bankschließfach anzumieten. Die Preise dafür unterscheiden sich stark, so dass ihr im Vorfeld die Preise vergleichen solltet. Auch ist es ratsam eine Versicherung im Gegenstandswert eures eingelagerten Goldes abzuschließen. Übrigens bieten auch Goldhändler Schließfächer an. Fragt beim Kauf doch einfach mal nach.

ETF statt physisches Gold?

Wer sich keine Goldbarren oder Münzen zulegen will, der ist mit einem ETF bzw. einem ETC gut beraten. Hier sind z. B. Xetra Gold, Invesco Physical Gold oder Euwax Gold II eine gute Alternative. Beide Fonds werden steuerlich wie physisches Gold behandelt. Das bedeutet, dass die Gewinne aus diesen ETFs nach nur einem Jahr Haltefrist steuerfrei sind. Beim Kauf müsst ihr lediglich darauf achten, dass hier auch wirklich physisches Gold hinterlegt ist, denn nur dann werden sie steuerlich gleich behandelt.

Das Gute bei den oben genannten ETFs ist, dass das Gold auch wirklich physisch hinterlegt ist. Je nach Depotbank könnt ihr euch das XETRA Gold an die eigene Hausbank ausliefern lassen. So habt ihr im Prinzip einen vollständigen Replizierer, dessen Basis auch wirklich auf realen Werten gründet. Aber Achtung, beim Xetra Gold zahlt ihr ein geringes Verwahrentgelt pro Monat.

Solltet ihr an einem Gold-ETF oder -ETC Interesse haben, dann solltet ihr unter anderem folgende Dinge vor dem Kauf beachten:
  • Handelt es sich um eine gedeckte Schuldverschreibung?
  • Wie hoch ist das hinterlegte Gold ggf. versichert?
  • Bis wohin gilt ein möglicher Auslieferungsanspruch?
  • Welches Feingehalt hat das ausgelieferte Gold?

 

 

   Vorteile von Gold

  • Man hat was in der Hand: Egal ob Aktien oder ETFs, nichts fühlt sich so beruhigend in einer Finanzkrise an wie ein Goldbarren in der Hand. Für viele sind die eingelagerten Goldbarren das sichere Fundament ihres Portfolios.
  • Gold kann eine Ersatzwährung sein: Wenn es eine Inflation oder Korrektur gibt, dann ist Gold ein ideales Tausch- bzw. Zahlungsmittel.
  • Gold hat keine Halbwertszeit: Gold gibt es gefühlt schon immer. Seit Jahrtausenden wurde damit Handel getrieben und sofern unsere Erde noch weitere Jahrtausende durchhält, wird dies auch das Gold tun.
  • Wertsteigerungen sind möglich: Der Goldpreis ist so hoch wie schon lange nicht mehr. Das heißt wer jetzt sein Gold verkauft, der wird damit einen ordentlichen Gewinn erzielen.
  • Gewinne sind steuerfrei: ab einer Haltedauer von mindestens 12 Monaten muss der erzielte Gewinn aus Gold nicht versteuert werden.

 

 

   Nachteile von Gold

  • Gold bringt weder Zinsen noch Dividenden: Möchtet ihr aus eurem Gold Gewinn erzielen, dann könnt ihr lediglich auf das Zusammenspiel aus Angebot und Nachfrage setzen. Währenddessen liegt das Gold einfach im Tresor und erwirtschaftet keinen müden Cent für euch.
  • Gold ist teuer: Und damit meine ich nicht den Einkaufswert, sondern die Lagerkosten. Ihr benötigt entweder einen eigenen Tresor zu Hause oder ein Bankschließfach samt Versicherung. Über die Jahre geht das ordentlich ins Geld.
  • Der Goldkurs schwankt: Ebenso wie bei Wertpapieren ist auch der Goldkurs nicht stabil. Er wird von vielen Faktoren beeinflusst und kann auch mal kräftig abrutschen. Wer sich also in einer Notsituation befindet und sein Gold verkaufen muss, der kann auch Miese machen.
  • Gold ist kein effizientes Zahlungsmittel: Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht wie ihr in einer Finanzkrise mit einem Goldbarren Dinge wie Lebensmittel kaufen wollt? Ein Goldbarren gegen 5.000 Brote? In der Theorie klingt es ganz einfach, aber die Praxis ist leider doch etwas komplizierter.

 

Soll ich Gold kaufen oder nicht?

Hier gibt es meiner Meinung nach kein richtig oder falsch. Am Ende ist es eine Bauchentscheidung, ob ihr in Gold investieren wollt. Der Rohstoff-Anteil sollte aber nicht mehr als 10-15 % eures Vermögens ausmachen, da es nunmal keine Dividenden oder Zinsen erwirtschaftet. Gleichzeitig ist es aber eine Absicherung für den Fall einer Finanzkrise oder eines Crashs und daher nicht zu verteufeln.