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Bitcoin vs. Krypto-ETP! Wie Kryptowährungen sparplanfähig werden und was ihr beachten müsst.

Kryptowährungen zählen schon zu den alten Hüten als Investmentklasse. Gerade im letzten Jahr und zu Beginn des Jahres 2021 erlebte der Bitcoin einen Höhenflug. Viele werden aber erst jetzt so richtig auf Kryptowährungen aufmerksam oder spielen schon lange mit dem Gedanken, zu investieren.

Über die Qualität und ob Kryptowährungen die richtige Anlageklasse sind oder doch nur etwas für Day Trader und Zocker, darüber sind genug Diskussionen geführt worden.

Falls ihr mit dem Gedanken spielt zu investieren, euch aber die Hürden zum Einstieg zu hoch bzw. zu komplex waren, so kommt hier eine mögliche Lösung: Krypto-ETPs.

Disclaimer

Eine wichtige Sache vorweg: Alle in diesem Blog gewählten, gezeigten oder erwähnten ETPs stellen keine Anlageberatung und keine Empfehlung dar. Ich wähle die gezeigten und erwähnten ETPs als Beispiele für die Faktoren, nach denen ich ETPs einschätze! Ich bitte euch eigenständig eure Recherche zu betreiben und für euch passende Wertpapiere bzw. Anlageprodukte zu suchen.

(K)Crypto ETP – die Grundlagen

Um zu erklären, was Krypto-ETPs sind und wie sie funktionieren, gehen wir einen Schritt zurück zu der Basis: den Kryptowährungen.

Die Bekannteste ist der Bitcoin, welcher bereits seit 2009 aufgelegt ist und durch sogenanntes „Mining“ gefördert wird. Die Geschichte des Bitcoin ist spektakulär: Wärt ihr in 2016 noch mit 10.000 € eingestiegen, hätte euch der Kursverlauf aktuell zum:r Millionär:in gemacht – in nur 4-5 Jahren! Gleichzeitig gelten die üblichen Warnhinweise für Kryptowährungen. Beginnend bei der Volatilität (und das einhergehende Verlustrisiko) über die notwendigen speziellen Handelsplattformen und dem Argwohn der Zentralbanken.

Ihr seid trotzdem nicht abgeneigt und wollt in Kryptowährungen investieren? Dann habt ihr meist noch eine weitere Hürde:

Um Kryptowährungen direkt zu kaufen, müsst ihr ein „Wallet“ (eine Art elektronische Brieftasche) führen und auf speziellen Seiten, z. B. Binance*, Kraken oder Bitlawa handeln.

Aber Achtung: niemand darf das Passwort für die Wallets in die Hände bekommen! Denn wer den Zugang zu eurem Wallet hat, oder eben nicht mehr hat, der besitzt die Kryptos darin. Es gibt Multimillionäre, die ihr Passwort für ihr Wallet vergessen haben und es nicht mehr öffnen können. Für diesen Fall gibt es keine Hilfe. Ist das Passwort weg, sind eure Bitcoins und Co. verloren. Daher bietet sich hier ein externer Speicher an, den ihr Zuhause aufbewahren könnt, z. B. Speicherstick Ledger Nano S*.

Was spricht denn nun neben diesen Hiobsbotschaften eigentlich für Krypto-Währungen? Schaut euch einfach den Kurs des Bitcoin an:

akteuller Bitcoin Kurs Euro

(Quelle: https://www.finanzen.net/devisen/bitcoin-euro-kurs)

Bei diesem Wertanstieg und dem Potential der Kryptowährungen wurde der Ruf nach einfacheren und risikoärmeren Investitionsmöglichkeiten immer lauter.

Die Idee entstand, Bitcoins so einfach handelbar zu machen wie ETFs, was sie viel zugänglicher für eine breite Anlegergruppe machen würde. Was 2015 in Schweden begann, ist seit Beginn 2019 nun auch in Deutschland handelbar: die ersten Krypto-ETPs (engl. Exchange Traded Products) bzw. ETC (Exchange Traded Currency). Das C steht hier eigentlich für Crypto, ist aber ein Kunstbegriff.

Was ihr im Detail darüber wissen müsst ist, dass ETCs bzw. ETPs von einer Zweckgesellschaft ausgegeben werden und die Anteile Schuldverschreibungen sind. Und hier ist der zentrale Unterschied zu ETFs. Während die regulären ETFs Fondsanteile in den Verkehr bringen, emittieren die Zweckgesellschaften Schuldverschreibungen.

Um es noch einfacher auszudrücken: die Krypto-ETCs bzw. ETPs ermöglichen es euch, an der Wertentwicklung der Kryptowährung zu partizipieren, ohne dass ihr diese dafür direkt erwerben müsst. Ihr erwerbt Schuldtitel einer Gesellschaft (ihr gebt dieser Gesellschaft praktisch einen Kredit), die mit eurem Geld in die Kryptowährung investiert.

Um der grauen Theorie etwas zu entfliehen, schauen wir uns einen der größten Krypto-ETCs einfach an: den HANetf BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto, also einem Bitcoin-ETC.

Bitcoin vs. Bitcoin ETC – den Bitcoin direkt kaufen oder nicht? 

Die Frage, die viele seit dem Entstehen der ETCs haben ist recht einfach: Wieso sollten wir lieber in ETCs investieren, wenn wir die Kryptowährungen doch auch direkt kaufen können? 

Die Antwort dafür liegt bereits in der Frage begründet: das Kaufen von Bitcoin ist für viele einfach eine grundsätzliche Hürde, denn der Kauf funktioniert anders als das reguläre Handeln oder Besparen eines ETFs, welcher an der Börse gelistet ist.

Bitcoin kaufen – Vor- und Nachteile des Bitcoin-ETC

Im vergangenen Jahr sind die Tipps zum Kauf von Bitcoin auf sozialen Medien explodiert. Kaum ein Finanz-Account, der nicht davon berichtet hat. Und dann noch die zahlreichen Neu-Millionäre, die ihr Glück bei Champus auf sonnenverwöhnten Inseln genießen und fleißig posten. Da wandern die eigenen Augen direkt zum Bitcoin-Kurs und man fragt sich: Wieso mache ich das nicht auch? Aber der Reihe nach.

Um einen Bitcoin in real zu kaufen, benötigt ihr einen Account, wo ihr durch ein „Wallet“ handeln könnt. Ich selber verwende hier die deutschsprachige Seite Binance*, die mir das Handeln mit Krypto erleichtert hat. Hier als Anfänger:in durchzusteigen ist gar nicht so einfach und bedarf etwas Einarbeitungszeit.

Bitcoins und andere Kryptos werden nicht an den regulären Börsen wie die Börse Frankfurt oder der Wallstreet gehandelt. Es gibt dazu eigene Handelsplätze, auf denen ihr über euren jeweiligen Anbieter, z.B. coinbase, bitpanda, Kraken oder eben Binance* handeln könnt. Für diese braucht ihr entsprechende Zugänge und es fallen Handelsgebühren an.

Was ist jetzt der Vorteil des HANetf BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto, also dem Krypto ETC?

Diesen könnt ihr vergleichbar mit einem ETF:

  • an der Börse handeln
  • bei eurem bestehenden Broker kaufen / verkaufen
  • besparen bzw. einen Sparplan einrichten
  • einfach im gleichen Broker verwalten und analysieren

Ihr findet den HANetf BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto (WKN: A27Z30) z.B. im Scalable Broker*

Die Anlegerinformationen zu diesem ETP findet ihr bei Scalable Capital oder hier.

Das Einrichten eines Sparplanes im Scalable Broker* funktioniert dabei so einfach wie für jeden anderen ETF.

Unterschiede zwischen ETPs und Kryptowährungen

Unterschiedliche Handelszeiten

Klingt auf jeden Fall erstmal richtig gut, aber es gibt auch Dinge, die man bei Krypto-ETCs unbedingt beachten muss. Der Bitcoin ist 24/7 handelbar. Es finden jederzeit Kursveränderungen statt. Euer Bitcoin-ETC könnt ihr aber nur zu den regulären Handelszeiten der Börsen kaufen und verkaufen. Das bedeutet, dass der Bitcoin über Nacht herbe Verluste erleiden kann und ihr erst am Morgen danach die Quittung in eurem Depot seht. Würdet ihr mit einer Wallet den Bitcoin direkt handeln, könnt ihr auch nachts um 01:00 Uhr reagieren und euer Risiko minimieren. Auch wenn ihr z. B. eine Stop-Loss-Order setzt, kann diese erst ausgeführt werden, wenn die Börse wieder öffnet. Eure untere Schwelle ist dann ggf. bereits unterschritten.

Sicherheit – hat der Bitcoin ETC Vorteile?

Was Sicherheit im Fall von Bitcoin und anderen Kryptowährungen bedeutet, ist umfangreicher zu hinterfragen als bei Aktien: dazu gehört zum einen die Sicherheit eures Invests, die Sicherheit der Aufbewahrung der Kryptowährung und im Fall der Bitcoin-ETCs auch die Sicherheit des gesamten Konstruktes.

Welche Sicherheit aus Investitionssicht euch Bitcoin geben oder nicht, darauf möchte ich hier nicht eingehen. Nach wie vor gilt: eine Anlage in Bitcoin kann zum Totalverlust eures eingesetzten Kapitals führen. Hier haben auch die Krypto-ETCs keinen wesentlichen Vorteil, da sie direkt an die zugrundeliegenden Coins gekoppelt sind.

Dabei gibt es noch kleine Unterschiede. Es gibt physisch gedeckte Bitcoin-ETCs sowie ETNs, die mit Derivaten arbeiten.

Der HANetf BTCetc Bitcoin Exchange Traded Crypto ist physisch gedeckt. Bedeutet, dass euer Geld in aller Regel auch direkt in Bitcoin investiert wird. Für mich die noch als sicherer zu betrachtende Anlage. Bitte achtet also im Vorfeld genau auf die Angabe. (Quelle: BTCetc – Bitcoin Exchange Traded Crypto Factsheet | Daten ab 28 Feb 2021)

Ihr findet die Angabe z. B. im Prospekt unter „Replikationsmethode“.

Wie groß ist das Ausfallrisiko?

Hier gilt: beide Produkte können im Wert grundsätzlich ausfallen. Also kein Vorteil des Krypto-ETC. Darüber hinaus habt ihr bei einem Krypto-ETC einen wesentlichen Nachteil. Sollte der Emittent ausfallen, aus welchen Gründen auch immer, habt ihr kein Anrecht auf eure Kryptowährung. Ihr habt lediglich eine Forderung ggü. dem Emittenten. 

Kauft ihr den Bitcoin direkt, so gehört euch dieser auch. Dafür tragt ihr hier das Risiko praktisch ständig mit euch. Die Risiken des Verwahrens der Wallet bzw. eurer Bitcoins könnt ihr einfach im Internet nachlesen. Verlegt ihr euer Passwort, dann kann dies dramatische Folgen haben oder ihr benötigt eben zusätzlich einen externen Speicher für eure Coins.

Hier punktet der Krypto-ETC. Er wird zusammen mit euren ETFs und Aktien direkt in eurem Depot verwahrt.

Kosten – das Traden der Produkte ist nach wie vor relativ teuer

Beim Handeln der Bitcoin an den speziellen Börsen fallen entsprechend Gebühren an. Bedingt durch die geringere Liquidität an den Handelsplätzen können Geld / Brief Spannen größer ausfallen. Das ist ein klarer Nachteil der Kryptowährung.

Die Krypto-ETCs sind über den Scalable Broker* wie reguläre Wertpapiere handelbar und es fällt entweder die reguläre Ordergebühr von 0,99 € an oder ist bereits über die PRIME Flatrate für nur 2,99 € im Monat komplett mit abgedeckt. Da diese Produkte aber ähnlich zu ETFs in Gesellschaften gemanagt werden, fallen laufende Kosten an, die TER. Diese liegen in der Regel zwischen 1,5-2,0 %, was man von den Renditeerwartungen direkt wieder abziehen kann, wenn man den ETC/ETP entsprechend lange halten sollte (TER = Kosten pro Jahr).

Regulierung – Grauzone oder sicherer Hafen?

Für Bitcoin existieren nach wie vor keine aufsichtsrechtlichen Regularien. Auch besteht weiterhin das Risiko, dass sich die Währungsbanken der Kryptowährung in den Weg stellen und per Auflage von heute auf morgen das Handeln schwer machen oder gar verbieten.

Davon wären auch die Krypto-ETCs betroffen, da diese direkt an den Kurs der Kryptowährung andocken. Worauf man ggf. setzen kann ist, dass die Währungshüter nur den börslichen Handel der Währungen zulassen bzw. ihn unter Aufsicht stellen. Damit wären die ETCs bzw. ETPs im Vorteil, da sie bereits jetzt der Wertpapieraufsicht unterliegen. Auch werden jährlich Reportings erforderlich, die zu eurer Sicherheit beitragen.

Wie einfach ist der Handel?

Ich habe in diesem Jahr das erste Mal Bitcoins gekauft und das war eine schwere Geburt. Die Auswahl des Anbieters fiel mir nicht leicht, vor allem, weil ich wenig Ahnung von der Materie hatte. Nachdem ich mich dann für Binance entschieden habe (unter anderem weil die Seite Deutsch ist und die Gebühren nicht ganz so hoch wie auf anderen Seiten), war ich erschlagen von all den vielen Funktionen auf der Seite.

Hier seht ihr mal einen kleinen Ausschnitt aus Binance*das kann zu Beginn wirklich verunsichern und einfach ist was anderes.

Binance Screenshot Insights Empfehlung

Da hat der Krypto-ETP einen ganz klaren Vorteil, denn er ist über den Scalable Broker* mit wenigen Klicks wie ein regulärer ETF handelbar und liegt dann auch entsprechend in eurem Depot. Alles ganz einfach und transparent.

Wie geht es mit dem Markt weiter?

Die Wertentwicklung der ETPs bzw. das Gesamtinvestment in die bestehenden Produkte zeigt, welches Interesse am Markt besteht.

Auch der amerikanische Sektor nimmt die Produkte langsam ins Auge. Das Krypto-Währungsfonds-Schwergewicht Grayscale Investments sucht gerade aktiv nach neuem Personal, um zukünftig auf Krypto basierende ETFs aufzulegen. Die Investment Spezialisten rechnen damit, dass die US-Regulierungsbehörden bald kryptobasierte ETFs zulassen. (Quelle: https://markets.businessinsider.com/currencies/news/grayscale-investments-hiring-etf-related-specialists-us-crypto-etf-approval-2021-3-1030177578)

Hier ist Europa zur Abwechslung mal einen Schritt voraus.

Mein persönliches Fazit

Für mich gilt gerade bei diesen Produkten: Augen auf und vor dem Kauf unbedingt das Chancen/Risiko-Profil prüfen. Der Markt ist noch jung und nimmt gerade stark an Fahrt auf. Die wenigen ETPs haben starke Gewinne verzeichnet, sind aber im Höchstfall 1 Jahr alt und daher nach der guten alten ETF-Regel eher riskant.

Gelten also die ETF-Regeln (meinen Blogpost dazu findet ihr hier) für risikoarme Investments bei den ETPs oder nicht?

Für mich persönlich gelten sie. Die Chancen der ETPs sprechen aber trotzdem mehr als für sich. Kryptowährungen etablieren sich immer stärker (potentielle Grafikkarten-Käufer kennen das Leid und auch die Kurse der Chip-Hersteller sprechen Bände). ETPs können eine spannende Chancen-Komponente im Portfolio übernehmen, wenn das dazugehörige Risiko-Profil beachtet wird und auch akzeptabel ist. Eine kleine Position < 5 % sehe ich als unbedenklich und kann als Beimischung fungieren.

Also ein klares jein oder wie man so schön sagt: wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Wo satte Gewinne warten, lauern entsprechende Risiken bzw. Verlustpotential.

Wo bespare ich die ETPs?

Ich bespare ETPs im Scalable Broker. Jetzt kostenfreies Depot eröffnen*. Die Order kostet entweder 0,99 € pro Ausführung oder ihr bucht die PRIME Flatrate für 2,99 € monatlich, wo alle Käufe und Verkäufe enthalten sind.

Das lohnt sich bereits ab 4 Ordern pro Monat. Ihr habt mit dem Scalable Broker einen jungen Neobroker, der nach und nach wächst. Hinzu kommt im Hintergrund eine etablierte Bank, die Baader Bank, die euer Vermögen für euch verwahrt.

Ich bin sehr zufrieden dem Scalable Broker, eben weil die Flatrate mir so viele Möglichkeiten bietet. Es gibt sowohl eine App- als auch Desktopversion und auch Aktiensparpläne sind bereits ab 25 € monatlich ausführbar.

Die mit einem Stern (*) markierten Links sind Affiliate-Links. Ich freue mich, wenn ihr sie verwendet und mich damit unterstützt.

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